Eröffnung der 66. BetonTage

Dr. Ulrich Lotz, Geschäftsführer der FBF Betondienst GmbH, Veranstalter der BetonTage Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind zurück in der Präsenz nach der digitalen Version 2021. Erstmals sind wir mit der kompletten Veranstaltung im Congress Centrum Ulm mit dem Maritim-Hotel. Eine sehr gute digitale Infrastruktur, ein helles luftiges Ambiente, eine überzeugende Catering- und Hotel-Kapazität, viel mehr Parkplätze und die Chance, im Außenbereich auf der Terrasse die erste Mittsommernacht auf den BetonTagen zu erleben. Trotzdem sind erst-mals die BetonTage auch ein hybrides Format: unser täglicher Live-Stream des Plenums und der Nachmittags-Session aus dem Einsteinsaal ermöglicht es, auch aus der Ferne live an den Vorträgen teilzunehmen.

Wir sind zurück auf das 3-Tages-Format, ein Wunsch unserer Aussteller und Teilnehmer. Dennoch bilden wir mehr denn je den kompletten Bau-prozess beim Bauen mit Beton und dem Fokus vorgefertigte Betonbauteile ab. Forschungsinstitute, Hersteller, Zulieferer, Tragwerksplaner, Architekten und ausführende Unternehmen der Bauwirtschaft stehen unter dem Motto „Nachhaltiger Bauen mit Beton“ im Dialog, mit doppeltem Auftrag:

Einerseits muss die Betonbauweise selbst nachhaltiger werden: mit leichteren Konstruktionen und ressourcenschonendem Materialeinsatz. Andererseits sind wir so selbstbewusst, dass wir überzeugt sind, dass wir mit modernen vorgefertigten Betonbauteilen die langfristig nachhaltigste Bauweise überhaupt stellen.

Dazu kann man in mehr als 120 Präsentationen sein persönliches Wunschprogramm zusammenstellen. Wie kann man ressourcenschonend bauen? Welchen Beitrag leistet die Beton- und Zementindustrie dazu? Was sind die aktuellen Erkenntnisse der Forschung in diesem Bereich? Wohin gehen die Trends? Auf all diese Fragen möchten die BetonTage eine Ant-wort geben. Wir erwarten dazu an jedem der drei Tage rund 1.000 Teilnehmer, fast das Niveau der Vor-Corona-Zeit.

Im Fokus: Klimawandel und CO2-Debatte
Beton ist der weltweit meistverwendete Baustoff. Dabei resultieren allein aus der Produktion der benötigten 4,5 Milliarden Tonnen Zement rund 7 Prozent des CO2-Ausstoßes auf der Erde. Eine der dringlichsten Aufgaben der Zement- und Betonindustrie ist daher die Entwicklung innovativer Technologien, um die CO2-Emissionen zu senken und den vermeintlichen Nachteil in einen Vorteil umzukehren. Welche Anstrengungen die Branche zur Verbesserung ihres ökologischen Fußabdrucks aktuell unternimmt, beleuchtet nicht nur das Podium „Umweltgerechtes Bauen mit Beton“, sondern es zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Programm. Ob in der Forschung, bei der Pflasterbauweise, im Leichtbeton, im Infrastrukturbau, vor allem aber im Carbon- und Textilbeton, der besonders breiten Raum einnimmt, mit den Impulsgebern aus Dresden und vielen anderen Vorreitern wie unserem Kongresspartner Composites United.

Visionäre Blicke in die Zukunft
Wir wollen aber den visionären Blick nach vorne nicht vergessen, wie wir ihn heute Morgen von Prof. Pero Micic und Prof. Manfred Curbach erhalten haben. Die Bauwirtschaft trägt große Verantwortung und sie wird in großem Umfang diese Veränderung aktiv gestalten. Unsere Partner der Bauwirtschaft gestalten mit uns morgen bereits den dritten „Zukunftstag Bauwirtschaft", mit einem ihrer Propagandisten fürs nachhaltige Bauen, dem Eigentümer und Vorstand von Wolff & Müller, Dr. Albert Dürr. Darüber hinaus bieten wir mit der Future Management Group erstmals einen stategischen Zukunftsworkshop an, der morgen im exklusiven unternehmerischen Kreis stattfindet.

Bewährt: Betonfertigteile im Fokus
Die Hersteller von vorgefertigten Betonbauteilen bleiben die Kernzielgruppe des Kongresses. Ein großer Teil des Programms konzentriert sich daher weiterhin auf branchenrelevante Themen. Wichtige fachliche Impulse ge-ben dabei die produktspezifischen Podien, die mit den einschlägigen Fachvereinigungen geplant wurden. Sie reichen von Vorträgen zum konstruktiven Betonfertigteilbau, zu Betonprodukten des Straßen-, Landschafts- und Gartenbaus, über den Tief- und Kanalbau sowie Leichtbeton, bis hin zu Betonwerkstein. Innovative Produktions- und Herstellungsverfahren, neueste Entwicklungen aus der Betontechnologie und ausgewählte Objektberichte zeigen, wo die Reise in diesen Bereichen hingeht.

Digitalisierung und Gestaltung – Paraderollen für Betonbauteile und Betonwerkstein
Die Digitalisierung wird ebenso weitere Chancen gerade für die Vorfertigung bieten, auch hierzu bietet der Zukunftstag Bauwirtschaft anschauliche Beispiele. Und das Gestaltungspotential von Betonwerkstein erlebt eine Renaissance, wir zeigen heute und morgen im Fachpodium Betonwerkstein herausragende Beispiele. Diese Themen bestimmen gemeinsam mit Nachhaltigkeitsfragen auch den dritten Tag mit den Architekt*innen, für die wir traditionell gemeinsam mit dem InformationsZentrum Beton architektonische Highlights zeigen und führende Forscher wie Prof. Lucio Blandini und Kolleg*innen aus der Architektur in Dialog versetzen.

Praxisnutzen für Hersteller – Aussteller als Impulsgeber
Die Hersteller von Betonbauteilen erhalten für ihre tägliche Arbeit praktische Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten. Besonders anschaulich zeigt dies unser traditioneller Praxis-Workshop, den wir am Donnerstag mit praktischen Vorführungen in den Werkhallen der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule durchführen. Wesentliche Innovationstreiber und Impulsgeber für die Praxis sind aber in ganz großem Umfang unsere Aussteller aus der Zulieferindustrie, die an zwei Tagen im Forum Innovation neue Produkte und Verfahren für die Praxis in Kurzvorträgen vorstellen und die wir in diesem Jahr wieder mit dem Innovationspreis Betonbauteile auszeichnen konnten, mit 25 Einreichungen sehr vielfältig aufgestellt. Die Ausstellung ist das Herzstück neben den Kongressprogramm, sie ist vollständig ausgebucht, und erstmals finden alle Begegnungen des ersten und zweiten Kongressabends mitten in der Ausstellung statt, der Dialog und das Netzwerken erhält so eine ganz neue Qualität.

Gastregion Südtirol: Kreativität, Leichtigkeit und Innovation
Unsere Gastregion Südtirol prägt in diesem Jahr die Veranstaltung mit. Südtiroler Snacks gibt es am Stand im Obergeschoss, abends Südtiroler Weine und tolle Präsentationen am morgigen Mittwoch Abend und bei den Architekt*innen am Donnerstag, die den kreativen Umgang mit Beton, aber auch Beispiele von digital-virtueller Planung und High-Tech-Vorfertigung aus der Sicht von Architektur und Herstellung beweisen.

Internationales Engagement
Coronabedingt hat unser Joint Venture BetonTage asia in Shanghai nun schon zwei Jahre nicht stattfinden können, Sie kennen die Hardcore-Lockdown-Politik Chinas, wir hoffen auf baldige Entspannung und bleiben im Dialog.

Im vergangenen November konnten wir unter einigermaßen normalen Rahmenbedingungen den europäischen BIBM Congress in Kopenhagen erfolgreich durchführen, natürlich nicht mit einer mit den BetonTagen ganz vergleichbaren Teilnehmerzahl. Das wollen wir mit der nächsten Auflage des BIBM Congress vom 27.-29. September 2023 in Amsterdam ändern. Das renommierte japanisch geprägte 5-Sterne Hotel Okura bietet dafür einen außergewöhnlichen Rahmen.

Erste Informationen finden Sie bereits in der Tagungsmappe, digital unter www.bibmcongress.eu und auch hier in der Start-up Area am Stand vom Building Congress Forum, unserer gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem Bauverlag.

Und besuchen Sie uns auch auf Social Media, hier fördern wir die Branchenarbeit für Nachhaltigkeit im Bauen mit Betonbauteilen zum Beispiel durch unseren monatlichen Video-Podcast #TalkConcrete. Auch die BetonTage haben dort ein eigenes Profil und bereits knapp 2.000 Follower

 

Der Abdruck ist honorarfrei. Wir bitten um Zusendung eines Belegexemplars.