Betonbauteile im Plus

Umsatzzuwachs im Südwesten

Die baden-württembergische Betonfertigteilindustrie erwirtschaftet im Jahr 2021 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von rund 6 Prozent. Sie liegt damit im bundesweiten Trend der Branche. Der Anstieg ist jedoch vor dem Hintergrund der Preissteigerungen in den vergangenen Monaten zu betrachten. Dies gab Friedrich Gebhart, Präsident des Fachverbandes Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e. V., Ostfildern, anlässlich des Pressegesprächs der 66. BetonTage in Ulm bekannt.

Gute Auftragslage in 2021, Pessimums für 2022
Die Auftragslage im Bauhauptgewerbe war im Jahr 2021 erneut gut. Die Ordereingänge stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 24,4 Prozent. Die starken Preissteigerungen sind hier jedoch nicht berücksichtigt. Auch die Betonfertigteilindustrie konnten von der guten konjunkturellen Entwicklung profitieren. So erhöhte sich der Umsatz von konstruktiven Fertigteilen insgesamt um 5 Prozent. Die Hersteller von Balken, Stützen und Binder erzielten ein Plus von 12 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren die erhöhten Auftragsbestände im Wirtschaftshochbau (+40,7 Prozent). Die Umsätze bei großformatigen Decken und Wandbauteilen stiegen um 2 bzw. 4 Prozent. Ihnen kamen vor allem die steigenden Auftragseingänge im Wohnungsbau (+ 6,6 Prozent) und im Öffentlichen Hochbau (+ 107,8 Prozent) zugute. Der Auftragssprung von Letzteren ist jedoch insbesondere auf ein Großprojekt zurückzuführen. Bei den Herstellern von Beton- und Stahlbetonrohren machte sich die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Öffentlichen Tiefbau (+0,2 Prozent) bemerkbar. Ihr Umsatz ging um 10 Prozent zurück. Vorgefertigte Betonerzeugnisse für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau verzeichneten ein Plus von 1 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit weiteren Umsatzrückgängen und ein Minus von 3 Prozent.


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